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Sawabona -Ich sehe dich

Aktualisiert: 14. Sept. 2023


Ich war 28 Jahre alt und saß im Flieger nach Südostafrika. Genauer gesagt, nach Malawi. Ich sollte hier bei dem Aufbau und der Organisation eines Montessori-Kindergartens helfen. Ich selbst hatte in Deutschland eine soziale Einrichtung geleitet und Lehrer und Erzieher in der Montessori-Pädagogik ausgebildet. Drei Wochen lagen nun vor mir und ich hatte enormen Respekt vor meiner neuen großen Aufgabe.


10 Stunden später wurde ich am Flughafen durch einen Fahrer abgeholt. Durch endlose Steppen, einer unerträglichen Hitze und katastrophalen Straßenverhältnissen führte mich der Weg zu dem Standort, wo ich wirken und unterstützen sollte. Gustav, der Leiter der Gruppe nahm sich meiner an und stellte mir das Team vor, mit dem ich die nächsten Wochen verbringen durfte.


Unter einigen deutschen Mitarbeitern, vielen Engländern und auch Einheimischen sollte ich Niam ein Mitglied aus dem Stamm der Zulu kennenlernen. Niam war nicht sehr groß gewachsen, hatte ein offenes, freundliches Gesicht und war vom Leben sichtbar gezeichnet. Er hatte eine sehr zurückhaltende, aber äußerst geerdete Ausstrahlung.


Mit klarem Blick stand er vor mir und ließ Ruhe ins Geschehen einkehren. Er nahm sich Zeit. Das tat unendlich gut. Als ich den Blickkontakt zu ihm hielt, legte er seine Hand auf den Brustkorb und sagte: Sawabona. Etwas verunsichert, spiegelte ich seine Gestik und lächelte. Gustav erklärte mir die Bedeutung dieser wunderbaren Begrüßung. Sawabona bedeutet: ICH SEHE DICH. Noch tiefergehend, möchten die Mitglieder des Stammes der Zulu ihre Wertschätzung damit ausdrücken. Du darfst so sein, wie du bist, wirst respektiert und angenommen. Da gibt es keinen Groll oder Vorurteil. Es soll daran erinnern, die Bedürfnisse der anderen Menschen zu sehen und anzuerkennen.


Niam wusste nicht, was er mir mit dieser Begrüßung für ein Geschenk gemacht hatte. Was er in mir ausgelöst hatte. Ich war zutiefst gerührt, dankbar und unendlich glücklich, dass ich hier sein durfte. Danke Niam! Du hast meine Welt verändert.

Am nächsten Tag durfte ich einige Kinder kennenlernen, für die unsere Einrichtung gebaut werden sollte. Mir wurde relativ schnell klar, dass diese Kinder alles benötigten, aber keinen Montessori-Kindergarten. Maria Montessoris Leitsatz war: Hilf mir, es selbst zu tun. Diese Kinder aber waren im Kindergartenalter schon selbstständiger als so mancher Fünfzigjähriger. Sie kochten, wuschen Kleidung, holten Wasser und suchten nach Müll und Autoreifen, damit ihre Väter daraus Sandalen herstellen konnten. Sie mussten nicht lernen, noch selbstständiger zu werden. Sie mussten lernen, Kind sein zu dürfen. Ich versuchte Sawabona umzusetzen und wir schrieben das Konzept mit vollem Erfolg um. Was aus der Ferne am langen Tisch gut gemeint war, machte in der Praxis keinen Sinn.


Wann bist du das letzte Mal gesehen worden? Konntest wirkliche Wertschätzung fühlen? ICH SEHE DICH ist zu einem meiner Leitsätze in meiner Arbeit geworden. Er bildet die Grundlage meines Schaffens und das kannst du nur, wenn du diesen Satz verkörperst. Die Energie dahinter ist bahnbrechend und mit nichts zu vergleichen. Ich lade dich von Herzen ein, Sawabona auszuprobieren und von der Magie selbst zu kosten.


Ich bin Katrin und ich helfe dir dabei, die Stimme deines Herzens wieder wahrzunehmen. Deine Intuition. Deine weibliche Kraft. Mit meinen Texten bringe ich eine Saite in dir zum Schwingen, die dir den Weg dahin zeigt. Hin zu deinem wahren Sein.

Damit du ein authentisches und selbstbestimmtes Leben führst.


Du möchtest tiefer in deinen eigenen Prozess einsteigen und hast Interesse daran, mich kennenzulernen? Schreibe mir eine kurze Nachricht und dann können wir gerne einen Kaffee via Zoom zusammen trinken. Ich beantworte dir gerne deine Fragen.


Deine Katrin



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