Je tiefer du fühlst, desto klarer dein Weg

Das Reich der Schattenseiten 

 

 

 

In der Umsetzung sieht das so aus:

 

Wir kommen auf die Welt, und kurze Zeit später werden wir erzogen! Wir lernen Regeln und Vorschriften. Lass das, tue dies, mach das. Glaubenssätze entstehen. Wir hören Sätze, wie wir zu sein haben, wie wir richtig oder falsch sind, werden bestraft und werden unbewusst in bestimmte Schubladen gesteckt. Schubladen, aus denen wir so schnell nicht wieder herauskommen. Nach der Kleinkinderzeit geht es in der Schule weiter. Dort werden Noten vergeben, es wird geurteilt und verglichen, wir dürfen hier auf keinen Fall aus dem System fallen. Wer keine Leistung im schulischen Sinne zeigt, bekommt einen Malus, einen negativen Stempel aufgedrückt. Andersdenker sind nicht erwünscht und fallen durch das soziale Raster. Eventuell wird man dafür sogar noch von anderen Kindern gemobbt.

 

Werden gewisse Regeln also nicht erfüllt, sind wir nicht gut genug. Das Problem ist aber, dass diese Regeln und Vorschriften nie ganz erfüllt werden können! Es sind zu viele und viel zu hoch gesteckte Anforderungen. Wir sind damit total überfordert. Der Verstand sucht dafür eine Lösung. Er unterteilt uns in Sonnen- und Schattenseiten. Es passiert eine Trennung. Alles das, was nicht sein darf und wofür wir kritisiert wurden, wird verdrängt/unterdrückt (Schattenseite). Die Sonnenseiten werden nun gelebt, denn wir wollen ja angenommen und geliebt werden. Nun kommt bei vielen Menschen irgendwann der Zeitpunkt, an dem das Ungleichgewicht sie innerlich fast zerreißt. Die Schattenseiten wollen nicht länger verdrängt werden. Alles, was unterdrückt und nicht gelebt wird, will wieder an die Oberfläche.

 

Woran erkennst du nun deine Schattenseiten?

 

Der erste Schritt, mit deinen Schatten zu arbeiten, sollte immer sein, sie zu erkennen. Welche Situationen und/oder Personen triggern dich? Welche negativen Themen und Probleme wiederholen sich in deinem Leben? Wo überschreitest du weit deine eigenen Grenzen und nimmst selbst gesundheitliche Probleme in Kauf? Wo reagierst du empfindlich oder über welche Themen möchtest du gar nicht sprechen? Ist Burn-out in deinem Leben ein Thema? Wiederholen sich bestimmte Beziehungsmuster oder hast du eventuell Schwierigkeiten mit einer „gesunden“ Streitkultur? Ist Bestätigung von außen besonders wichtig für dich? Was stößt dir übel auf? Ist dein zu hohes Gewicht zu einem Schutzschild geworden? Betreibst du übertrieben viel Sport?

 

Es geht aber noch viel subtiler

 

Alles, womit wir in Resonanz gehen, ist ein Teil von uns und hat mit uns zu tun. Sonst würde es uns gar nicht erst auffallen. Es wird in diesen Momenten eine Saite in uns zum Schwingen gebracht. Etwas in uns erinnert sich unbewusst an z. B. einen Glaubenssatz, ein verletztes Gefühl, eine prägende Situation, ein ungestilltes Bedürfnis oder an ein anderes einschneidendes Erlebnis, mit dem wir überfordert waren. Wenn wir z. B. Musik hören, die uns zum Weinen bringt, wird eine solche Erinnerung gerade geweckt. Gleiches gilt für einen Film, der uns emotional mitreißt. Hast du in letzter Zeit Mitleid für einen Freund empfunden? Dann hast du nicht nur deinen Freund damit gemeint. In dir wurde eine bestimmte Verletzung (ein Schatten) in Erinnerung gerufen. Eine Verletzung, die es zu heilen gilt. Wenn aus Mitleid Mitgefühl wird, dann hast du diese Verletzung geheilt.

Überprüfe einmal deine ganz eigene Wertepyramide. Steht da der Wert Gerechtigkeit an einem der oberen Plätze? Kannst du Ungerechtigkeit nicht leiden, und könntest du ausflippen, wenn du eine solche Situation mitbekommst? Was könnte das mit deiner Vergangenheit zu tun haben? Welcher Schatten hat dich hier geprägt?

Diese und ähnliche Beispiele können Hinweise auf deine persönlichen Schatten sein.

Gehen wirst du diesen Weg selbst, alleine gehen musst du ihn nicht

Katrin Korndörffer

Das Wort „Schatten“ als psychologischer Begriff stammt aus der Analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung.

Als Teilbereich der Psyche eines individuellen Menschen umfasst der Schatten nach C. G. Jung unbewusste oder teilbewusste Persönlichkeitsanteile, die häufig verdrängt oder verleugnet werden, weil sie dem Vorstellungsbild des Ichbewusstseins von sich selbst entgegenstehen. Wir sind es, die unsere eigenen Schatten (negativen Anteile) verleugnen und unterdrücken. Sie entsprechen nicht unserem Selbstbild bzw. wie wir von anderen gesehen werden wollen. Schatten entstehen in der Kindheit und nehmen im Laufe des Lebens immer mehr Fahrt auf.

Mein Geschenk an dich: ein persönliches Telefonat  über 30 Minuten. Bitte vereinbare  einen Termin mit mir. 

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